Was jeder Gast wissen sollte, wenn er in Spanien einen Berg- oder Bergwanderführer bucht


Der Ausbildungsstandard eines Bergführers ist weltweit durch die IFMGA (Internacional Federation of Mountain Guides Associations) und die eines Bergwanderführers ist weltweit durch die UIMLA (United Mountain Leaders) festgelegt. Nicht alle Länder sind Mitglied dieser internationalen Gremien.

https://ifmga.info/

https://www.uimla.org/

Ausbildung zum Bergwanderführer

Um in Spanien den Berg oder Wanderführer Titel zu erlangen, müssen die praktischen Aufnahmeprüfungen (Eintrittstests 2 Tage) in verschiedenen Bereichen abgelegt werden, dies sind erst einmal die Voraussetzung um in die Ausbildung zu gelangen. Dann zwei Jahre Berufsschule (1200 Stunden), durch alle fachspezifischen Bereiche, Sommer und Winter Module, die der Lehrling in allen Bereichen praktisch, als auch theoretisch meistern muss, um so seinem Titel zu erlangen.

Die vom obersten spanischen Gremium zugelassenen Schulen der Berg und Bergwanderführer haben fast weltweit dieselben Kriterien, was den Standard oder auch die praktischen Prüfungen betrifft. Diese werden von einem abgeordneten Lehrer der UIMLA / IFMGA abgenommen und zertifiziert.

In Spanien ist dies eine umfassende staatliche Fachausbildung in Berufsschulen und ist durch das Königliche Dekret RD 701/2019 und 702.2019 festgelegt, was das ehemalige RD 318/2000 ausser Kraft setzt. Die Ausbildung ist anspruchsvoll, erfordert hohe Studiengebühren, sowie als auch spezifisches Material.

Da Spanien nur staatlich anerkannte Ausbildungen anerkennt, sind somit alle privaten Titel oder ausländische Titel nicht zulässig.

Wichtig ist auch in Kenntnis zu nehmen dass keine anderen Titel wie zum Beispiel Touristikführer zulässig sind, diese weisen schliesslich keinerlei Fachkompetenzen am Berg nach.

Vorsicht ist gebeten, da viele der Wanderführer keine Berufsausbildung oder auch Berufsanerkennung haben. Ginge es in einem Schadensfall vor Gericht, lehnt die Versicherung eine Schadensausfall Zahlung oder mittlerweile auch Bergrettungskosten ab.

Alles dies kommt erst ans Licht, wenn ein schwerer Unfall passiert.

Sie gilt für folgende Berufsausbildungen im Bergsport Bereich:

  • Skilehrer/-in
  • Bergführer/-in
  • Bergwanderführer/-in
  • Kletterlehrer/-in
  • Canyoning Guide

Bis ein Bergwanderführer einen Gast führen darf, muss er eine umfassende zweijährige Ausbildung absolvieren und erlangt erst damit die volle Fachkompetenz. Um weiterhin seinen Status zu erhalten, muss er auch an den fachspezifischen gesetzlichen Fortbildungen teilnehmen. So werden die Sicherheitsstandards aufrecht erhalten.

Jede der 17 Spanischen Autonomen Gemeinschaften hat ihre eigene Gesetzgebung im Aktivtourismus.

Firmen sowie auch selbstständige Wanderführer die auf den Kanaren arbeiten, müssen zusätzlich bei der Tourismusbehörde im Aktivturismus registriert sein und eine in Spanien offiziell anerkannte und zugelassene Berufsausbildung in der jeweiligen Fachkompetenz vorweisen. Das gilt für Verantwortliches Fachpersonal und angestellte Guides. Jeder Guide muss staatlich zugelassene Rettungs und Erste Hilfekurse, eine Unfallversicherung in seiner spezifischen Fachkompetenz und Berufshaftpflicht nachweisen. Die Inselregierung hat laut Dekret eine Zeitfrist gesetzt um eine fehlende Berufsausbildung nachzuholen, um sich so an die neue Gesetzgebung anzupassen.

Viele der unzähligen Ausländischen, auch deutschen Wanderführer Titel müssen in Spanien anerkannt sein, sonst ist man im Schadensfall in Spanien nicht abgedeckt.

Nur so ist der Gast im Falle eines Schadens oder Rettung durch die Versicherungen des Guides abgedeckt.

Durch die Teilnahme an einer “simplen Wandertour” stimmt er den Bedingungen zu. Ob er für die Veranstaltung bezahlt oder nicht. Es steht in der Verantwortung des Teilnehmers dies in seinem „Persönlichem Briefing“ vorher abzuchecken.

Aus diesen Gründen haben zugelassene Bergwanderführer ein höheres Honorar.

Alle Daten dazu finden Sie im Impressum.

In Spanien erkennt man einen autorisierten profesionellen Bergwanderführer an den folgenden Abzeichen und an seinem Ausweis mit Lichtbild mit der zugehörigen Mitgliedschaft, welche belegen, dass er aktives Mitglied ist, alle offiziell verpflichtende Updates hat, eine gültige profesionelle Berufshaftpflicht, sowie Unfallversicherung hat, welche die Rettung im Notfall abdeckt.

 

    

 

 

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